Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben ein deutlich erhöhtes Risiko für sexualisierte Gewalt. Das liegt nicht an ihrer Behinderung selbst, sondern an strukturellen Abhängigkeiten und Machtasymmetrien sowie Zugangsbarrieren zu Informationen und Hilfe. Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung findet häufig im Nahraum – in Familien, Einrichtungen und Pflegekontexten – statt, da sie durch die Abhängigkeit von Assistenz begünstigt wird. Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben das Recht, ihre eigene Sexualität aktiv auszuleben. (Inklusive) Schutzkonzepte sowie sexualpädagogische Konzepte in Einrichtungen, in denen die Kinder und Jugendlichen leben und lernen, schaffen Sensibilität im Umgang mit Grenzverletzungen und ermöglichen Schutz als auch Teilhabe.
Um pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte dabei zu unterstützen, stellt diese Handreichung geeignete Medien zur Prävention sexualisierter Gewalt zusammen. Alle Medien sind mit praxisrelevanten Informationen versehen und eröffnen vielfältige Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung.

Am 7. Mai 2026 veranstaltete die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz gemeinsam mit der Partnerschaft für Demokratie im Landkreis Harz (PfD) in Halberstadt den Fachtag „Demokratie stärken – Radikalisierung vorbeugen – Präventionsansätze für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen“. Mehr als 80 Fachkräfte aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit, der stationären Kinder- und Jugendhilfe, der Polizei und verschiedenen weiteren Institutionen und Vereinen kamen zusammen, um sich über aktuelle Entwicklungen, gemeinsame Herausforderungen sowie wirksame Präventionsansätze auszutauschen.