Radikalisierung wird oft mit Erwachsenen, mit langen Entwicklungsprozessen oder mit klar erkennbaren extremistischen Milieus verbunden. Die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg zeichnen jedoch ein anderes Bild: Sie zeigen, wie früh, wie schnell und wie unauffällig Jugendliche in gewaltverherrlichende extremistische Szenen abrutschen können – häufig mitten aus ihrem alltäglichen Umfeld heraus. Die Untersuchung macht deutlich, welche Warnsignale es gibt, welche Rolle digitale Räume spielen und warum Prävention nicht erst dann ansetzen darf, wenn strafrechtlich relevantes Verhalten sichtbar wird.
