Kategoriearchiv: Allgemein

Digitaler Fachtag der BAJ und Jugendschutzlandesstellen zum Jugendschutz in der Öffentlichkeit

Am 29. September veranstalteten die BAJ und verschiedene Landesstellen für Kinder- und Jugendschutz einen bundesweiten digitalen Fachtag zum Thema »Jugendschutz in der Öffentlichkeit – Herausforderungen, Chancen und Verantwortlichkeiten«. Mit mehr als 100 Teilnehmenden stieß die Veranstaltung auf großes Interesse. Im Mittelpunkt standen aktuelle Fragen des gesetzlichen und erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes sowie der bundesweite Austausch von Jugendschutzfachkräften.

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EU-Kommission legt EU KIDS Act zum Schutz Minderjähriger im digitalen Raum vor

Die Europäische Kommission hat am 17. September einen Entwurf für den neuen EU KIDS Act vorgelegt, mit dem der Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Nutzung von Online-Diensten europaweit gestärkt und verbessert werden soll. Darin vorgesehen ist unter anderem, dass Kinder unter 13 Jahren europaweit keinen eigenen Zugang zu sozialen Medien erhalten und Minderjährige erst ab 15 Jahren eigenständig Social-Media-Konten eröffnen können. Für die Altersgruppe der 13- bis 15-Jährigen sollen unter elterlicher Kontrolle eingeschränkte Konten möglich sein. Weiterlesen →

Abschlussbericht der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“

Am 11. September wurde der Abschlussbericht der Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ an Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien übergeben. Der rund 330 Seiten umfassende Bericht enthält 56 Handlungsempfehlungen für ein sicheres Aufwachsen in der digitalen Welt. Weiterlesen →

Cybergrooming: Kinder und Jugendliche sind besser sensibilisiert, aber Risiken bleiben

Ob beim Zocken, Chatten oder Scrollen: Für Kinder und Jugendliche gehört der Kontakt mit Fremden im Netz längst zum Alltag. Die neue repräsentative Cybergrooming-Studie der Landesanstalt für Medien NRW zeigt, dass die Risiken bleiben. 19 Prozent der Befragten berichten von mindestens einer Form von Cybergrooming. Auch wenn dieser Wert unter dem Vorjahresniveau liegt (24 %), machen die Ergebnisse deutlich: Cybergrooming und andere grenzüberschreitende Erfahrungen bleiben für viele junge Menschen Realität. Gleichzeitig sind Kinder und Jugendliche heute stärker für die Risiken sensibilisiert. Und zugleich scheint die zunehmende Sensibilisierung in Schulen, Familien und Medien zu wirken. Weiterlesen →

Social Media ab 16 – Die Lösung für alles?

Die Diskussion um ein Mindestalter für soziale Medien wird derzeit intensiv geführt. Auslöser ist unter anderem Australien: Dort dürfen Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren seit Ende 2025 keine Konten mehr auf großen sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat führen. Auch in Deutschland wird zunehmend diskutiert, ob eine gesetzliche Altersgrenze junge Menschen besser vor Cybermobbing, problematischen Inhalten oder suchtfördernden Plattformmechanismen schützen könnte.
Gleichzeitig hat eine Unabhängige Expertenkommission mit Expert*innen aus den Bereichen Rechtswissenschaft, Medizin, Psychologie, Kriminologie, Pädagogik und Bildungsforschung im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Juni 2026 Handlungsempfehlungen für einen wirkungsvollen Jugendmedienschutz vorgelegt. Diese machen deutlich, dass digitaler Kinder- und Jugendschutz nicht auf Verbote reduziert werden darf, sondern Schutz, Befähigung und Teilhabe zusammen denken muss.
Was ist tatsächlich nötig, um Kinder und Jugendliche im digitalen Raum effektiv zu schützen? Was denken junge Menschen selbst darüber? Und was bedeutet das für Fachkräfte?

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Austausch- und Vernetzungsforum zu aktuellen jugendschutzrelevanten Themen aus der Kinder- und Jugendhilfe am 16. September

Worum geht es?

In unseren Veranstaltungen haben wir die Erfahrungen gemacht, dass ein Austausch der Teilnehmenden untereinander zu speziellen Themen gewünscht ist. Aus diesem Grund wollen wir unser kostenloses Austausch- und Vernetzungsforum regelmäßig einmal im Monat fortsetzen.

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Cybercrime – The Dark of the Internet

Am 11.11.2026 veranstaltet der Landespräventionsrat Sachsen-Anhalt von 9.30 bis 15.30 Uhr in Magdeburg den 19. Landespräventionstag. Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz unterstützt mit einem Forum und diskutiert die negativen Seiten des Internets anhand verschiedener Formen digitaler sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche. Weiterlesen →

Sachsen-Anhalts Aktionsplan zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt

Der vom Kabinett beschlossene ressortübergreifende Aktionsplan zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexualisierter Gewalt ergänzt das UBSKM-Gesetz um konkretisierte Maßnahmen. Ziel ist es, bestehende Präventions- und Hilfsangebote zu stärken und besser bekannt zu machen. Zugleich sollen Schutzkonzepte in Einrichtungen ausgebaut und Fachkräfte sowie Ehrenamtliche für den Kinderschutz durch Qualifizierung gestärkt werden.

Die Servicestelle weist daraufhin, dass bestehende Präventions- und Schulungsangebote verstetigt und bedarfsgerecht ausgebaut werden sollten sowie eine angemessene und dauerhafte Finanzierung aller landesweit mit dem Thema befassten Fachstellen zu gewährleisten ist, um Beratungs- und Fortbildungsangebote verlässlich bereitzustellen. Weiterlesen →

Mehr als Bienchen und Blümchen – Medienempfehlungen zur Prävention sexualisierter Gewalt für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung

Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben ein deutlich erhöhtes Risiko für sexualisierte Gewalt. Das liegt nicht an ihrer Behinderung selbst, sondern an strukturellen Abhängigkeiten und Machtasymmetrien sowie Zugangsbarrieren zu Informationen und Hilfe. Sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen mit Behinderung findet häufig im Nahraum – in Familien, Einrichtungen und Pflegekontexten – statt, da sie durch die Abhängigkeit von Assistenz begünstigt wird. Auch Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben das Recht, ihre eigene Sexualität aktiv auszuleben. (Inklusive) Schutzkonzepte sowie sexualpädagogische Konzepte in Einrichtungen, in denen die Kinder und Jugendlichen leben und lernen, schaffen Sensibilität im Umgang mit Grenzverletzungen und ermöglichen Schutz als auch Teilhabe.

Um pädagogische Fachkräfte und Lehrkräfte dabei zu unterstützen, stellt diese Handreichung geeignete Medien zur Prävention sexualisierter Gewalt zusammen. Alle Medien sind mit praxisrelevanten Informationen versehen und eröffnen vielfältige Möglichkeiten für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung.

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