Neuer Grusel-Trend „Cat in the Hat“

Ein neuer Social-Media-Trend verunsichert derzeit viele Kinder und Jugendliche: Die Kinderbuchfigur „Cat in the Hat“ (dt.: Der Kater mit Hut) wird auf TikTok und Instagram als Grusel- und Horror-Gestalt inszeniert. In oft KI-generierten Videos werden gezielt Namen von Städten oder realen Personen genannt, die die Figur mit dem rot-weiß gestreiften Zylinder angeblich besuchen wolle.

Die als „Pranks“ (dt.: Streiche) getarnten Clips verbreiten sich rasch auch über WhatsApp-Kettenbriefe. Die Polizei warnt bereits vor realen Vorfällen. Dies erinnert an das Phänomen der Horror Clowns, die ebenfalls viral zeigten, wie sie Menschen im Dunkeln verfolgten oder gar bedrohten. Solche Inhalte nutzen gezielt psychologische Mechanismen wie Angst und Gruppenzwang, um eine maximale Reichweite zu erzielen. Bei jüngeren Nutzern lösen sie oft anhaltendes Unbehagen, Ängste und Stress aus.

Was Eltern und Lehrkräfte tun können

  • Sprechen statt verbieten: Kinder trauen sich eher, über Erlebnisse zu sprechen, wenn sie wissen, dass sie ernst genommen werden. Sie sollten sich darauf verlassen können, dass sie sich Hilfe suchen können, ohne eine Bestrafung befürchten zu müssen.
  • Wissen vermitteln: Erklären Sie Ihren Kindern, wie Social Media funktioniert und dass viele Inhalte versuchen, Aufmerksamkeit zu erzeugen – auch durch Angst oder Schock.
  • Gemeinsam lernen: Nutzen Sie unsere klicksafe-Materialien, um mit Kindern über Online-Fakes, Gruppendruck und Medienkompetenz ins Gespräch zu kommen.
  • Wenn die Angst bleibt: Nehmen Sie die Ängste von Kindern ernst. Wenn Kinder oder Jugendliche stark verunsichert sind, kann auch die Unterstützung durch Schulsozialarbeit oder Beratungsstellen helfen. Zum Beispiel steht die Nummer gegen Kummer Kindern, Jugendlichen und Eltern als anonyme Beratung per Telefon, E-Mail oder Chat zur Verfügung.

Quelle: Klicksafe, 23. Oktober 2026