Radikalisierung unter Kindern und Jugendlichen ist oft schwer zu fassen.
Ein plötzlicher Rückzug, neue Freundschaften, aggressive Parolen oder kryptische Symbole im Chat – vieles davon ist nicht immer leicht einzuordnen. Gleichzeitig bewegen sich junge Menschen heute in digitalen Räumen, in denen extremistische Inhalte
nur einen Klick entfernt sind. Dort treffen sie auf Angebote, die einfache Antworten versprechen, Zugehörigkeit vermitteln –
und zugleich demokratische Werte infrage stellen. Für Fachkräfte entsteht daraus eine große Herausforderung:
Wie lassen sich frühe Anzeichen erkennen?
Wie begegnet man Jugendlichen, ohne sie zu stigmatisieren oder ihr Vertrauen zu verlieren?
Und wie kann man unterstützen, bevor sich destruktive Denkmuster verfestigen?
Die Handreichung möchte zu diesen Fragen eine Orientierung geben.


betroffen sind Mädchen zwischen zwölf und 17 Jahren: Bei ihnen haben die Diagnosen von Magersucht, Bulimie und Binge-Eating-Störung im Jahr 2023 im Vergleich zu 2019 um fast 50 Prozent zugenommen. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Kaufmännischen Krankenkasse (https://www.kkh.de/presse/pressemeldungen/beautypolizei).

gerade in Zeiten multipler Krisen, wenn viele Menschen durch Verunsicherung und Ängste besonders anfällig dafür sind, nimmt die Verbreitung von Desinformation zu. Auch während Wahlkämpfen versuchen Akteure durch Fake News die Meinungsbildung der Gesellschaft zu manipulieren. Ein Beispiel dafür sind diverse russische Propaganda- und Desinformationskampagnen, die unter anderem die Wahlen in Deutschland beeinflussen sollten, wie investigative Recherchen des Medienhauses