Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz veranstaltet am Donnerstag, den 18. September von 9.00 bis 15.30 Uhr in Magdeburg die Fortbildung „Zu schön um wahr zu sein! Influencer*innen und Schönheitsideale auf Social Media“.
Das Internet ist im Leben der meisten Jugendlichen fest verankert. Dabei finden Selbstdarstellung und Orientierung zunehmend über soziale Netzwerke wie Instagram, YouTube und TikTok statt. Nicht selten transportieren Social-Media-Stars perfektionistische bis unrealistische Schönheitsideale, um in diesem Rahmen auch die zumeist eingeschränkte Reflexionsfähigkeit der Heranwachsenden für Produktbewerbung zu nutzen. Welche Auswirkungen kann das auf junge Menschen haben und was können Fachkräfte tun?
Posen, Filter und nicht zuletzt Bildbearbeitungsapps suggerieren den Standard eines vermeintlich makellosen Körpers. In Studien geben die Jugendlichen selbst an, von sozialen Netzwerken in ihrer Selbstwahrnehmung beeinflusst zu werden. Welche Wirkmacht haben Influencer*innen und Social Media tatsächlich auf das Körperbild und Essverhalten von Heranwachsenden? Wann ist der Fitnesslifestyle noch gesund, und wann wird es problematisch? Und wie erkenne ich gestörtes Essverhalten bei jungen Menschen?
Um diesen Fragen nachzugehen, beschäftigt sich die Fortbildung mit aktuellen Trends auf sozialen Netzwerken, der Relevanz von Influencer*innen und den Wirkungsmechanismen von Plattformen wie Instagram und TikTok. Damit Pädagog*innen junge Menschen dabei unterstützen können, die Selbstdarstellung von Influencer*innen im Netz bewusst zu hinterfragen, vermittelt die Fortbildung zudem praktische Handlungsansätze und methodische Anregungen. Auch die Einschätzung sowie Präventionsmaßnahmen möglicher Körperbild- und Essstörungen sind zentrale Themen der Veranstaltung.
Zielgruppe
Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe bzw. der Jugendarbeit
Lernziele und Kompetenzen
- derzeitige Medienrealitäten von Kindern und Jugendlichen
- Wirkungsmechanismen von sozialen Netzwerken und Influencer*innen
- mediale Körperbilder im Zusammenhang mit Essstörungen
- Präventionsmaßnahmen und Handlungsstrategien für die pädagogische Praxis
Die Veranstaltung ist kostenfrei.
Die Servicestelle Kinder- und Jugendschutz von fjp>media ist ein landesweites Angebot mit Information und Beratung, Netzwerkarbeit und Fortbildung sowie Projekt- und Bildungsangeboten zu Fragen des Kinder- und Jugendschutzes.
Dieses Angebot wird finanziert durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung Sachsen-Anhalt.
Anmeldemöglichkeiten
Die Fortbildung ist ausgebucht. Sie können sich hier auf die Warteliste setzen lassen.
Auskünfte zur Anmeldung und Organisation erhalten Sie unter
Telefon: 0391/5037640, Email: jugendschutz[at]fjp-media.de